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[2017] Fantasy Film Fest – Nights – Köln

Grüße Commander!

„And here we are again!“ mit dem passenden Zitat von „The Limehouse Golem“ starte ich doch glatt in mein kleines Resümee von den Fantasy Film Fest – Nights. Diesmal waren Pete, Manni und ich am 29. und 30. April in der schönen Stadt Köln. Das hätte ich vorher auch nicht gedacht, Köln mal als „schön“ zu bezeichnen, aber ich muss schon jetzt vorausschicken, mein Arsch war noch nie so dankbar :)… Schuld an dieser dubiosen Feststellung war eindeutig die Location. Das Residenz Kino in Köln ist wohl das best ausgestattete Kino was ich kenne. Die Ledersessel mit ihrem fast liegeähnlichen Komfort waren der Hammer. So angenehm habe ich selten 11-12 Stunden im Kino verbracht. Zudem kam auch noch eine leckere Burger Bude dazu und der Rahmen war perfekt.

Kommen wir nun zu dem eigentlichen Thema, den Filmen. Als erstes wie gehabt eine kleine Einteilung, gefolgt von den Highlights oder den besonderen Umständen mit dem entsprechenden Detailbericht!

Legende:
[+] “Absolut sehenswert” bis “Gut”!
[0] Alles was rund um “geht so” oder “ok” einzuordnen ist.
[-] Darüber müssen wir nicht reden.

Programmverlauf (Köln):
Samstag, 29. April:
13:30 [0] Going to Brazil
15:30 [-] Berlin Syndrome
18:00 [0] The Bar
20:15 [+] The Limehouse Golem
22:30 [0] It Stains the Sands Red

Sonntag, 30 April:
13:30 [-] Sweet, Sweet Lonely Girl
15:15 [+] Pet
17:15 [+] The Belko Experiment
19:30 [0] Eat Local
21:30 [0] Alone

Die Filme insgesamt waren leider etwas schlechter als die Vorgängerveranstaltung (FFF White Nights) im Januar. Jedoch gab es auch hier absolut sehenswerte Filme die ich euch gerne etwas genauer erläutern würde. Wie immer ist das Ranking meiner egoistischen Vorliebe entsprungen. Sorry, ich kann es einfach nicht lassen ;-)…

  1. The Belko Experiment
    Bester Film der FFF Nights! Witzig, viele bekannte Schauspieler (jaja Nebendarsteller :P), das Szenario und die ein oder andere sehr sehenswert Szene. Rundum gelungen, also Daumen hoch!

    • Worum geht es?
      Der Film spielt in einem absolut austauschbaren Büroalltag-Setting, wie ihn jeder kennt und nachvollziehen kann. Chefs kontrollieren die Arbeit, man muss sich verstellen um seine Ziele zu erreichen und die ein oder andere Gruppenbildung ist absolut normal. Dieser Alltag wird durch eine plötzliche Abschottung des Bürokomplexes merklich gestört. Eine Stimme eröffnet dann ein besonderes „Assessment-Center“. Die Richtlinie ist klar, über die ein oder andere Verpflichtung von Mitarbeitern sollten sich alle Kollegen noch einmal Gedanken machen und eine passende „Lösung“ finden. Der Spaß kann beginnen :)…
    • Was macht den Film so besonders?
      Das Setting und die Art wie sich die Lage vom normalen Büroalltag in eine Anarchie-Welt entwickelt. Die Splatterszenen sind gelungen und witzig, das Drama für das Zwischenmenschliche darf dabei auch nicht fehlen.
    • Für wen ist der Film was?
      Für jeden der auf gute witzige Splatterfilme steht! Für die Allgemeinheit vielleicht etwas zu abgedroschen vom Szenario her, aber sehr unterhaltsam!
  2. Pet
    Ein Hobbit auf Abwegen und um Längen besser als ein gewisser anderer Film mit dem gleichen Thema auf dem Festival.

    • Worum geht es?
      Seth, ein Tierpflege gespielt von Dominic Monaghan (der Hobbit Merry), versucht sich in der Aufzucht einer menschlichen Freundin. So verwirrend kann man den Film wohl am besten beschreiben.
    • Was macht den Film so besonders?
      Die beiden Hauptdarsteller nehmen einen auf eine Reise durch das Spiel von Herrchen und Frauchen mit. Nicht das ihr denkt das ist voll der perverse Film mit Gassi gehen etc. *hust*leider*hust* Nein, der Film beschreibt eher eine „klassische“ Entführung und das Ringen um die Kontrolle und die Freiheit.
    • Für wen ist der Film was?
      Für alle die auf einen Entführungsfilm stehen und mitfiebern ob und wie die entführte Person entkommen kann.
  3. The Limehouse Golem
    Kammerspiel im vorindustriellen England.

    • Worum geht es?
      Ein Mörder unter dem Mythos „The Limehous Golem“ geht um und unser Kommissar hat alle Hände voll zu tun diesen ausfindig zu machen. Zusätzlich ist er der einzige, der Lizzie Glauben schenkt ihren Mann nicht ermordet zu haben. Um sie zu retten muss er die Identität des “Limehouse Golem” bis zu ihrer Hinrichtung herausfinden.
    • Was macht den Film so besonders?
      Das Setting im vorindustriellen England mit dem Kostümen und der verworrenen Geschichte um Lizzie und ihren Aufstieg auf den Bühnen die die Welt bedeuten und deren Absturz. Ein Higlight ist dabei die vorgetragenen Tagebuchpassagen des Mörders. Dieser Blickwinkelwechsel auf verschiedene Verdächtige macht den Film so richtig sehenswert.
    • Für wen ist der Film was?
      Für alle die „From Hell“ oder Filme um „Jack the Ripper“ mögen. Das Setting ist ähnlich und die Darbietung des Bühnenspiels oder die exzellenten Perspektivwechsel passen einfach zusammen. Ich hätte dem Film vielleicht höher bewerten, zu schade das ich Oxford Englisch nur zur Hälfte verstehe *grml*…
  4. [Außerhalb der Wertung] Berlin Syndrome
    Schon wieder ein Film außerhalb der Wertung? Haben Pete&Manni sich wieder durchgesetzt und beweisen einen anderen ja sogar besseren Geschmack als ich? Ja und Nein wären da wohl die richtigen Antworten. Ich muss euch leider auch den schlechtesten Film des FFFN vorstellen. Warum tu ich euch das an? Es war leider ein deutscher Film „Berlin Syndrome“.

    • Worum geht es?
      Im Grunde um die Entführung einer Frau. Das Gleiche Thema also wie in „Pet“ und leider nicht ansatzweise so gut. Ja ok, er hat mehr Sex-Szenen, aber ehrlich die reißen das echt nicht raus.
    • Was macht den Film so besonders?
      Nichts. Die erste ¾ Stunde ist völlig an mir vorbei gegangen. Ihr denk jetzt nach dem Kommentar müsste es danach ja besser gewesen sein? Von „besser“ hier zu sprechen wäre eine Übertreibung, weniger einschlafend wäre wohl passender. Nicht mal der Psycho-Blick von „Andi“ (Max Riemelt) konnte daran etwas ändern.
    • Für wen ist der Film was?
      Das frage ich mich auch… Für Leute die verzweifelt den Deutschen Film retten wollen und dafür freiwillig Geld und Lebenszeit opfern. Sehr enttäuschend.

Fazit der Fantasy Film Fest Nights:
Was leider enttäuschend aus deutscher Sicht ausgegangen ist, war trotz Schwächen und „Seichtheit“ wieder ein gelungenes Festival. Das Kino und die Top-Filme haben überzeugt und über Langeweile bei den anderen Filmen hinweggetröstet. Mit den Jungs unterwegs zu sein und sich die Stunden im Kino um die Ohren hauen macht einfach Spaß.
Mit etwas mehr Abstand geht es dann wieder mit den White Nights (vermute Ende des Jahres) weiter, vielleicht schaffe ich auch den ein oder anderen Film beim großen Fantasy Film Fest. Wenn dann werde ich davon berichten :).

 

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